Am 19. 9.1965 wurde ich in Wolfen als Sohn einer Laborantin und eines Funkmechanikers geboren. Schon in frühester Kindheit war ich, vor allem im Sommer, mit meinen Eltern in der Natur unterwegs, d.h.


Wir fuhren generell mit dem Zelt in den Urlaub nach Mecklenburg. Das hatte mir immer viel Spaß gemacht. ich wurde älter und ging so langsam meine eigenen Wege und verwirklichte eigene Urlaubs- und Reiseideen. Da unser »Reisekorridor« in Zeiten der DDR sehr begrenzt war, ging die jährliche Tour in Richtung Bulgarien. In den 80ern war ich außerdem viel als »Anhalter« unterwegs. Aber so langsam kam das Fahrrad ins Spiel und eroberte sich den ersten Platz in der Rangliste der Reisefortbewegungsmittel.


1989 gab es die erste lange Radtour, zum Schwarzen Meer von 2315 Kilometern.

Mit der »Wende« kam die Reisefreiheit und 1991 die Arbeitslosigkeit. Ich unternahm eine dreimonatige Reise in Richtung Nordafrika, mit meinem Reisepartner Thomas Junik. Gemeinsam ging es durch 13 Länder rund ums westliche Mittelmeer, einschließlich Tunesien, Algerien und Marokko. (10200 km)

1992 eine reguläre Urlaubstour nach Südskandinavien mit Oslo als nördlichsten Punkt. (3100 km)

Zwei Jahre später, im Herbst 1994 kurbelte ich mit Steffen, einem Reisepartner aus der Heimat, durch den Südwesten der USA. Die 2100 km lange Fahrt ging Von Denver nach Los Angeles am Pazifik.

1993 bekam Sydney in Australien den Zuschlag die olympischen Spiele auszurichten. Von da an stand das nächste Ziel fest: Mit dem Fahrrad zu den olympischen Spielen. Zu zweit geplant, aber dann doch alleine, stand ich am 1. Mai 1998 am Start einer Megatour nach Australien, die sich schließlich zu einer Erdumrundung entwickelte. 36 Länder auf fünf Kontinenten wurden bereist und 98951 km zurückgelegt. Am 2. Dezember 2001 war ich schließlich wieder zu Hause.

Es hielt mich nur fünf Monate in der Heimat. In diesem Sommer rollten die Räder desselben Fahrrades gen Norden. Ich besuchte dreizehn Länder unseres schönen Kontinents. u. a. war ich am Nordkap, in Helsinki, St. Petersburg, Tallin, Riga, Budapest u.s.w.(10400 km)

2003 dann eine Reise durch die Weiten der Mongolei.(4200 km)

Ein Jahr später im Sommer 2004 durchquerte ich die USA von San Franzisco am Pazifik bis nach Miami am Atlantik. Es wurden 7500 Kilometer zurückgelegt.

2005 eine Radreise mit meiner damaligen Freundin nach Stockholm und zurück. (3400 km)

Am 5. Mai 2006 war es dann soweit. Eine große Reise wurde verwirklicht. In 15 Monaten drehten sich die Räder 27300 km von Wolfen bis nach Kapstadt im Süden Afrikas.

2009 radelte ich zwei Monate durch den Osten Europas in Richtung Moskau und über die Ukraine zurück. Die 6600 km lange Tour war eine Probefahrt fürs 2010. Dann soll es richtig losgehen. Das Ziel heißt dann: Wladiwostok in Ostsibirien.

Aber die Mammutradtouren waren nur eine Sache. Es gab auch viele interessante Urlaubsreisen, davon drei Gruppentouren:
1993 ging es mit 15 Leuten und acht »Trabbis« nach Sibirien, wo wir ein großes Floß bauten, um anschließend ca. zwei Wochen auf einen kleinen sibirischen Fluss(Tavda) zu flößen.


Im März 1995 dann fuhren wir mit zwei allradgetriebenen DDR-Lastern nach Marokko. 13 Leute waren dort mit von der Partie.


10 Radfahrer gab es schließlich noch auf der Fahrt nach Litauen, die 1996 durchgeführt wurde.(2100 km)

Es gab auch viele Kajaktouren in Polen und in Mecklenburg.
Im Mittelpunkt meiner Reisen stand immer das Erleben, sei es die Natur oder die Begegnung mit Menschen, das tägliche Entdecken der Möglichkeiten- wie weit tragen mich meine eigenen Kräfte, wo finde ich Kontakt, wie werde ich aufgenommen. Ständiges Lernen, Entdecken, Willkommensein, auch Ablehnung, Freude und Tränen gehörten zum Alltag.

Steinbruch Löbejühn bei Halle/Saale

Am Piz Barnina in den schweizer Alpen

Mecklenburger Seenplatte