Sport-Aktiv-Messe
Gestern war ich den ganzen Tag in Erfurt in Halle 1 auf dem Messegeländer, konnte mich mit meinem Rad auf dem Stand der Radscheune Erfurt platzieren und um 14.00 Uhr einen kurzen Vortrag über meine Radreise nach Kapstadt auf der Bühne halten.
Es war nicht nur für mich ein schöner und informativer Tag, sondern auch für alle Besucher dieser Messe. Viele Aussteller auf der Reisen- und Caravan-Messe die vor allem aus der Region sich zu den verschiedenen touristischen Sparten präsentierten konnte man kontaktieren.
Der Weltenradler mit Fahrrad
Auch die Kinder waren von den Rädern begeistert
Am Stand der Radscheune Erfurt
Fotoausstellung
Gestern Abend war es soweit. Die Fotoausstellung "Afrika - eine Bilderreise" wurde in der Galerie am Ratswall in Bitterfeld eröffnet. Bedanken möchte ich mich auch bei den Schülern des Heinrich Heine Gymnasiums für die musikalische Umrahmung. Es war ein schöner Abend an dem es auch einen kleinen Einführungsvortrag zur Tour von mir gab. Die Ausstellung ist noch bis zum 8. November 2009 für die interessierten Besucher geöffnet und man kann von Ägypten bis zum Kap der guten Hoffnung in Bildern unterwegs sein. Am 29.10. werde ich dann in einer ausführlichen Dia-Show über meine Afrikareise berichten.
Berlin
Zwei Tage in der Hauptstadt, waren der Abschluss unserer Radstaffel. Gestern konnten wir ohne Wartezeit in den Reichstag, anschließend gab es noch eine Stadtbesichtigung ganz besonderer Art: Vom Schiff aus ließen wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten an uns vorbeiziehen. Den Abend verbrachten wir im Prenzlauer Berg und genossen die vielfältige Kneipenkultur des ehemaligen Ostens. Heute morgen um 9.00 Uhr startete der Berlin-Marathon. Eine Megaveranstaltung mit ca. 35000 Teilnehmern. Auch Heile Gebrselassie konnte ich an der Spitze ausmachen. Da kamen gleich wieder Erinnerungen an Äthiopien hoch, wo ich ihn persönlich kennen lernen durfte und seither ein Autogramm mein Afrika-Tagebuch ziert.
14.00 Uhr standen wir auf der Bühne im Gelände des FEZ's (Freizeit- und Erholungszentrum) in Berlin-Wuhlheide. Dort überreichten wir die Staffelfahnen dem Staatssekretär vom Ministerium für Familie in der Hoffnung, dass sich auch in Deutschland die Blicke der Regierung wieder verstärkt auf unsere Kinder und Jugendlichen richten.
Eine schöne und für mich außergewöhnliche Reise geht für mich heute zu Ende und ich vermisse schon jetzt das Team der Radstaffel, an das ich mich in den letzten zwei Wochen gewöhnt habe.
Km Stand 1327
In Berlin am Reichstag
Fast am Ziel
Heute sind wir bei sonnigem Wetter im SOS Kinderdorf in Brandenburg/Havel eingetroffen. Das war schon der 12. Tag an der Strecke. Die Zeit vergeht wie im Flug und die Radtour neigt sich schon fast wieder dem Ende. Morgen geht’s rein nach Berlin, dann noch einen Tag Pause und am Sonntag dann die Abschlussveranstaltung in Berlin Wuhlheide, wo wir am Weltkindertag die vom Bodensee transportierten Staffelfahnen Herrn Hoofe vom Familienministerium übergeben werden.
Aber jetzt noch ein paar Zeilen zu den vergangenen Reisetagen:
Bis zur ehemaligen innerdeutschen Grenze hielt sich das Wetter tapfer und wir wurden mit Sonne und fast schon zuviel Wärme gesegnet. Auf dem Weg nach Zwickau ein kalter Regentag und auch die Etappe nach Wolfen, die übrigens 170 km lang war, konnte nicht mit Sonne aufwarten.
Überall empfing man uns überschwänglich, es gab reichlich zu Essen und zu trinken. Gigantisch war der Start in Wolfen. 600 Schüler meiner Patenschule standen Spalier. Mit einer „Laola-Welle“ setzte sich ein ca. 60-köpfiger Tross in Richtung Dessau in Bewegung. Begleitet wurde die Radstaffel von der Dessauer Polizei.
Auch die Fahrt durch den Fläming war schön und vor Allem ruhig. Bleibt nur zu hoffen dass die Etappe nach Berlin, durch den Großstadtdschungel unfallfrei verläuft.
Km Stand 1208
Presserummel bei der Verabschiedung in Wolfen
Auf dem Weg nach Dessau
Im Technikmuseum "Hugo Junkers" in Dessau
Start in Zerbst
Weiter nach Norden
Früh zeitig aus den Federn, Frühstück, eine kurze Besprechung, noch einmal die Räder durchgecheckt und dann 8,00 Uhr, meistens aber 9.00 Uhr noch ein Grußwort vom Bürgermeister oder vom Leiter der Kinderdorfes, wo wir überall herzlich aufgenommen wurden. Und die vielen Kinderaugen in die ich jeden Morgen schauen durfte. Dort spiegelte sich Vorfreude auf die „große Reise“ und Erwartung auf das Kommende. Dann rollten die kleinen und großen Speichenräder los in eine neue Etappe und wieder mal in einen sonnigen Tag hinein.
Die Kinder und Jugendlichen die meistens nur eine Etappe mitfuhren gaben alles und kämpften sich die vielen Berge hinauf. Manchmal schob sie eine kräftige Hand von den gestandenen Fahrern mit. Das sind dann Momente an denen die ganze Truppe zu einer Einheit verschmilzt.
Nun bin ich schon fast eine Woche mit der Radstaffel nach Berlin unterwegs und habe schon einen kleinen Einblick in die Arbeit der verschiedenen Kinderdörfer erhalten, die Erfolge und die Probleme die es auch in Deutschland mit der Betreuung von Problemkindern gibt.
Jedenfalls bin ich voller Vorfreude gespannt wie es weiter geht mit unserer Radstaffel nach Norden, nach Berlin.
Km Stand 621
Kinder vom Albert Schweizer Kinderdorf in Waldenburg
Gemeinsam geht es voran
Pause
Würzburg ist erreicht
Die Karawane ist unterwegs
Vergangenen Sonntag startete die Radstaffel für Kinderrechte in Wahlwies am Bodensee. Pünktlich 9.00 Uhr setzte sich die Karawane im Bewegung, nachdem ich von Wolfgang von Zeppelin, einem Neffen vom Luftschiffbauer Graf Zeppelin, einen Sack mit Luftpost überreicht bekam. Die Post kam mit einem Luftschiff und wird mit der Radstaffel weiter nach Berlin transportiert. Dort werden die gestempelten Karten an Sammler in der ganzen Welt verkauft. Der erlös geht an das Kinderdorf in Wahlwies. Eine originelle Idee für die Kinder Spendengelder zu sammeln, wie ich meine.
Die erste Nacht verbrachten wir in einer Turnhalle in Horb am Neckar. Heute sitzen wir, gemeinsam mit den Kindern vom SOS Kinderdorf „Württemberg“ in gemütlicher Runde und werten den erlebnisreichen Tag aus, den wir wieder bei sonnigen Wetter verradeln durften. Die zehn Staffelfahnen sind auf dem Weg, die Stimmung der Radfahrer ist sehr gut und die nächste Tagesetappe wartet schon.
Km Stand 222
Los ging es im Pestalozzi-Kinderdorf
Die Staffelfahnen mit den zehn Kinderrechten
Großer Empfang auf dem Marktplatz inTübingen
Boris Palmer Bürgermeister von Tübingen unterzeichnet auf einer Staffelfahne
Die Radstaffel auf dem Weg nach Berlin
Friedrichshafen
Es ist mal wieder so weit,auch in diesen ersten Septembertagen weile ich wieder am Bodensee. Über tausend Aussteller haben sich zur weltgrößten Fahrradmesse in Friedrichshafen eingefunden, um ihre Produkte zu präsentieren. Das Rad ist nicht neu erfunden worden, aber so manche Neuerung kann man bestaunen. Zum Glück für die Branche hat die Kriese hier keine großen Schneisen geschlagen. Im Gegenteil: Die Radbranche kann vor allen Dingen im Alltagsradelbereich einen deutliches Wachstum verzeichnen. Ich nutze die zwei Tage um meine Sponsoren zu besuchen und mich in der Radszene ein wenig umzuschauen.
Schon am Montag morgen war ich am Bodensee, allerdings auf der anderen Seite, in der Schweiz. Mein Fahrrad konnte ich mit einem Bekannten im Auto mitnehmen, der beruflich in der Schweiz zu tun hatte. Ich nutzte die Gelegenheit um Leo zu besuchen. Wir trafen uns in Kenia und waren damals ein paar Tage gemeinsam unterwegs. Er freute sich riesig über das mitgebrachte Buch über meine Afrikareise, in den ich ihm ein ganzes Kapitel widmete ("Auf der Jagt nach Leo").
Freitag geht es dann nach Stockach, ebenfalls am Bodensee. Dort werde ich im Pestalozzi Kinderdorf erwartet. Von dort startet die angekündigte Radstaffel nach Berlin, auf die ich mich swchon sehr freue.
Der Zeppelin in Friedrichshafen
Nicht nur die Messe ist hier gigantisch groß
Viel Neues für die Alltagsradler am Stand von der Fa. Ortlieb
Selbst Getränkekästen konnte mann am Stand von Tubus am Gepäckträger sehen 
Neu für die "lange Meile" bei Schwalbe: Marathon Dureme
Akrobatisch: die BMX-Show
Der Kreis hat sich geschlossen
Nach genau 6618 Kilometern rollten die Räder wieder in meiner Heimatstadt Jeßnitz in Sachsen-Anhalt ein. In den letzten Tagen streifte ich noch einmal durch den Süden Deutschlands, hatte gute Begegnungen mit den Menschen, schaute mir schöne Orte, wie das Kloster Vierzehnheiligen oder die historische Altstadt non Bamberg an. Der Regen blieb mir auch in den letzten Tagen meiner Reise treu. Nur heute gab es kein Nass aus den Wolken. Eines der wenigen komplett trockenen Reisetage. Aber da steht man als Weltenradler drüber. Diese Tour sollte eigentlich eine Proberunde fürs nächste Jahr sein, wenn es heißt: "Auf nach Vladivostok". Daraus wurde aber, ohne das ich das erwartet hatte, eine schöne und unvergessliche Reise durch den Osten Europas. Und wieder waren es die Menschen die die Reise prägten, aber auch fantastisch schöne Landschaften und viel Geschichte machten diese Tour unvergesslich.
Es gab auch Überraschungen. Die größte war wohl als mich ein Mann aus dem Raum Oldenburg in Bamberg ansprach ob ich Derjenige bin der 2001 im Mesa Verde Nationalpark in den USA eine Milka-Schokolade als Wegzehrung von ihm bekommen hatte. Ich überlegte kurz und antwortete mit ja. Unfassbar es war derselbe Claus von damals, als ich noch auf Weltreise war und durch Nordamerika strampelte. Er war nur ein paar Stunden in der Stadt und ich ebenfalls.
Und so könnte man noch viele Seiten mit Geschichten von einer relativ kurzen aber intensiven Reise füllen. 
Abendstimmung in Franken
Der vorletzte Walzer
Wieder rein in die EU fand ich mich im Süden von Polen in einer hügeligen Landschaft wieder. Giftige Anstiege, immer mal ein Gewitterguss aber dafür gute Begegnungen mit den Einheimischen. Und so manches Marmeladenglass wurde dem Reisenden mit in die Packtasche gesteckt. So waren es zu Spitzenzeiten fünf Gläser, die ich über die Berge schleppen musste.
Krakau, Klotzko (ehem. Grafschaft Glatz), Prag, Klatovy, Regensburg, der Donauradweg nach Ulm, das waren nur einige Stationen der letzten Tage, die ich auf meinem Rückweg streifte. In Deutschland erwartete mich dann ein tropisches Wetter, das ich so nur aus Südostasien oder von Florida her kenne. Jeden Tag ein wenig Regen auf der Haut und die Erinnerungen an eine schöne, wenn auch viel zu kurze Osteuropareise, im Kopf, erreichte ich heute die Studentenstadt Tübingen, wo meine Freundin ihr vorrübergehendes Zuhause hat. Auch ich will hier ein paar Tage pausieren bevor ich dann weiter nach Norden ziehe, meinem Ausgangspunkt und Heimatstadt Jeßnitz im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Dann schließt sich der Kreis und diese Tour wird ihr Ende finden.
Km Stand 5895
Alte Holzkirche im Südosten Polens
In Krakau
Polnisches Feldkreuz
Glatz im strömenden Regen
An der Grenze
Morgenstimmung an der Donau
Lemberg
Vorgestern trudelte ich schon in L'viv ein. An diesem Tag gab es reichlich Regen, der erst am spaeten Nachmittag sein Ende fand. Am Ortseingang kam mir ein Hollaender auf einer BMW entgegen. Der meinte, das Wetter waere seit seiner Abreise nicht so schoen gewesen. Er hatte vier Tage Dauerregen und hofft jetzt auf etwas mehr Sonne auf seinen Weg nach Vladivostok in Ostsibirien. Er macht die Strecke schon zum dritten Mal und gab mir wertvolle Tipps fuer die Einreise und konnte genau den Streckenabschnitt mit den noch fehlenden Asphalt beschreiben. Es sind 1000 Kilometer, den ich im naechsten Jahr ohne Belag kurbeln muss, wenn ich mich entschliesse Anfang April loszufahren.
Aber jetzt zur Ukraine, die ich heute abend oder morgen frueh verlassen werde. Gestern pausierte ich eien Tag in der wunderschoenen Stadt L'viv (ehem. Lemberg). Die Altstadt gehoert zum Weltkulturerbe der Unesco. Es gibt zwar noch viel Arbeit bei der Sanierung, doch kann man schon einen Spaziergang geniessen. Am Nachmittag begleitete mich Christina, eine Studentin, die Englisch, Latein und Deutsch studiert. Quartier habe ich bei einem sehr beschaeftigten Rechtsanwalt bezogen. Organisiert wurde das von meinen Freunden in Kiew. Wenn auch das Wetter fuer den Fotografen z.Z. schlecht ist habe ich die Zeit hier sehr genosssen.
Und so kurz vor der polnischen Grenze kann ich schon eine sehr positive Bilanz ziehen. Die Menschen in der Ukraine sind sehr gastfreundlich und unkompliziert. Trotz der vielen Alltagsprobleme die die Leute hier zu bewaeligen habe. Uberall sieht man im vorrueberradeln fleissige Ukainier auf ihren kleinen Feldern arbeiten und auf Pferdewagen wird das Heu fuer den langen, harten Winter eingefahren. Um Geld zu sparen wird in so mancher Huette sogar das Brot selber gebacken. Ganz zu schweigen vom Schnaps, dem Samagon.
Gleich geht es weiter. Polen wartet auf den Pedalritter.
Km Stand 4389 
Hier wid Kwas (typ. alkoholfreies Getraenk) verkauft
Man brachte mir das Abendessen ans Zelt
Auf dem Land sieht man viele Pferde
Pause an einem Schild aus Sowjetzeiten
Eine verfallene polnische Schlossruine
Mohnfeld
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