Thomas ist zurück
Heute abend kurz vor 18 Uhr landete Thomas sicher in Berlin. Den Kopf voller Eindrücke einer phantastischen Reise in einem schönen Land braucht er sicherlich noch einige Zeit um alles einzuordnen um auch »mit dem Kopf zu landen«.
Trotz körperlicher Strapazen und dem Negativerlebnis in Ulanbaator sieht er erholt aus und fühlt sich nach eigenem Bekunden körperlich fit.
Auf ihn wartet jetzt viel Arbeit - unter anderem müssen Fotos und die Audio-Aufnahmen gesichtet werden, denn es soll natürlich auch von dieser Reise eine Dia-Show geben.
In Kürze werden wir hierzu weiter berichten.
letzte Fromalitäten
In den heutigen Morgenstunden konnte Thomas nun die restlichen Formalitäten klären, was durch den verpassten Rückflug nötig wurde. So musste er zum Beispiel sein Visum nochmal verlängern lassen.
Nun sollte aber nichts mehr schief gehen. Die Flüge sind gebucht, »Touristen-Fallen« werden umgangen, Polizeistationen ebenfalls, so dass wir sicher am morgigen Tag hier an dieser Stelle von seinem Heimflug berichten können.
Die ersten Eindrücke von seiner Reise, detallierte Berichte und auch Fotos werden wir umgehend hier veröffentlichen.
Rückfahrt verzögert sich...
1. 11. 03
Rückfahrt verzögert sich...
Heute wollte Thomas wieder in Berlin landen und dann die letzten 150km mit dem Rad nach Hause fahren. Aber auch in der Mongolei gibt es das: Leute die andere abzocken wollen. Als Thomas am letzten Abend das restliche Geld mit Freunden vernichten wollte, sollte die Gruppe viel mehr bezahlen als sie hätten müssen. Und wie gesagt: es war das letzte Geld und mehr war nicht da. Also wurde die Polizei gerufen und die Truppe konnte die Nacht auf der Wache verbringen. Schliesslich hat sich alles Aufgeklärt, aber sein Heimflug ging ohne ihn...
Ein fader Nachgeschmack in einem sonst so gastfrendlichen Land.
Nun ist die Ankuft für Mitte nächster Woche geplant.
Ende der Eiszeit!
Geschafft! Thomas hat heute den Kreis geschlossen. Er ist wieder in Ulaanbataar angekommen, hat die eisge Kälte vorerst hinter sich gelassen. Ein paar kleinere Ausflüge in die Umgebung stehen noch an, bevor er dann am nächsten Wochenende das Flugzeug in Richtung Heimat besteigt.
Ich habe mit ihm telefoniert und er hat mir bestätigt, dass es ihm gut geht und er topfit ist! Aber er sagte mir auch, dass diese Tour die physisch anstrengenste Reise war.
von Nathan Osborn
Heute erhielten wir einen beeindruckenden Bericht mit 2 Bildern von einem in Shanghai lebenden Amerikaner, der auf einer Tour mit Freunden Thomas in der Nordmongolei traf. Sein Name ist Nathan Osborn und wir veröffentlichen hier seinen Bericht ungekürzt in der deutschen Übersetzung (many thanks and special greetings to you Nathan):
Ich fuhr vor kurzem mit Freunden durch die Mongolei und traf Thomas Meixner nahe Tsterleg etwa 250 Meilen direkt westlich von Ulaanbaatar. Mein russischer Freund fing gerade einen 70-pfund Taimen Fisch und meine Freunde und ich saßen um ein Lagerfeuer. Wir kochten Fischkopfsuppe und aßen Lamm, als Thomas, auf seinem Fahrrad an unser Feuer kam. Er war froh, ausländische Reisende zu sehen, und ein bisschen hungrig. Thomas machte eine Pause um einiges gegrilltes Lamm und eine heiße Suppe zu essen und sich neben dem Feuer aufzuwärmen. Das Wetter war äußerst kalt, und eine Kaltfront brachte Schnee und Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. Die Bilder wurden gemacht, direkt bevor wir aßen, als Thomas auf seinem Fahrrad bei uns ankam.
Einige Tage später, am 6. oder 7. Oktober, fuhr unsere Gruppe in ein entferntes Gebiet nahe dem Housgol See in der zentralen Nordmongolei. Ziemlich genau nördlich davon, wo wir Thomas das erste Mal sahen. Die Kaltfront war inzwischen bis dahin gezogen, und Thomas hatte es mit dem Rad schwer zu fahren, um zu irgendeiner Unterkunft zu kommen oder wenigstens sein Zelt aufzustellen, weil eisige Temperaturen herrschten und immer ziemlich schnell alles einfror.
Thomas' Wasserflaschen und andere Flüssigkeiten, die er bei sich hatte waren alle eingefroren. Obwohl es äußerst kalt war, brauchte Thomas für denselben Weg von Tsterleg zum Housgol See nur 2 Tage mehr für die Reise als wir mit unserem Allrad-Geländewagen . Als wir Thomas wieder sahen, sprangen wir sofort aus unserem Wagen heraus und begrüßten ihn. Wir waren halb erfroren von einem Tag den wir mit Fischen und Herumziehen verbrachten und Thomas kam bei diesen Temperaturen mit dem Fahrrad an, obwohl es schon fast Nacht wurde. Als wir diesen Tag fischten, war es eine Sache von Minuten und der Fisch war eingefroren. auch an unseren Angeln fror die Sehne in den Rollen an. Wir redeten eine Weile mit Thomas, machten einige Bilder, Thomas trank ein Bier, tauschte seine eingefrorenen Wasserflaschen mit uns für wärmeres Wasser, wir wünschte ihm Glück, und er kletterte auf seinem Fahrrad zurück und fuhr nordwärts entlang des Sees.
Mein allgemeiner Eindruck von Thomas ist, dass er ein äußerst aufopferungsvoller Reisender ist, der absolut lieben muss, was er tut. Ich kann nicht genug würdigen, was es bedeutet die Härten die Thomas auf der Straße auf sich nimmt, das eiskalten Wetter, die Entfernungen, die unmöglichen Straßen, das Gewicht des Fahrrades und seines Gepäcks und der Gefahr der er sich immer wieder stellen muss, völlig allein durch Gegenden zu reisen, von denen wenige Abendländer überhaupt wissen, dass sie existieren, allein auf dem Rücken eines Fahrrades dies zu erfahren.
Ich wünsche Thomas das Beste und viel Glück auf seinen zukünftigen Reisen und ich habe die Hoffnung, dass Andere seinen Einsatz für das große Streben nach Entdeckung schätzen.