Freitag d. 23. Juli 2010

Traumstraße

Die Garnisonsstadt Hrabarovsk ist „gefallen“. Fast 2200 Kilometer bin ich schon wieder von Chita entfernt. Der Horrorabschnitt vor denen mich Viele im Vorfeld gewarnt haben, hat sich in eine Traumstraße verwandelt. Ein perfektes Asphaltband schlängelt sich durch die Taiga. An den wenigen Abschnitten ohne Belag wird fieberhaft gearbeitet. Tausende fleißige Hände sind mit Unterstützung von moderner Technik dabei, die neue Trasse zu vollenden. Bis September soll es geschafft sein, berichteten mir die Arbeiter in einem der vielen Baucamps, in denen ich oft für die Nacht eingeladen wurde. Auch wird noch eine Ölpipeline verlegt, die den Öltransport in drei, vier Jahren übernehmen wird. Im Moment rattert das „Blut“ der Industrie noch in langen Zügen über die Gleise.
Sibirien liegt jetzt im Westen und wird in einigen Tagen dann mit dem Zug noch einmal durchfahren wenn der „Film“ wieder zurückgespult wird.
Zu erwähnen wäre noch das kleine jüdisch-autonome Gebiet mit der gemütlichen Hauptstadt Birobidschan, die ich mir bei einer Regenzwangspause anschaute. Die meisten jüdischen Bewohner haben das Land, ähnlich wie die Deutsche in Kasachstan, vor 15-20 Jahren verlassen, aber man findet gerade in der Hauptstadt noch etliches, was an die alte Zeit erinnert.
Auch im Fernen Osten sind die Menschen extrem gastfreundlich und sehr unkompliziert. Viele Nächte verbrachte ich aber auch alleine in der Taiga. Hier im Amurgebiet gibt es einige Hundert Tiger, von denen aber bisher noch keiner ans Zelt geklopft hat. Dafür ist die Anzahl der kleinen Biester konstant hoch. Besonders bei Tage machten mir die Stechfliegen so manchen Anstieg unerträglich. Bis zu 4 cm große Exemplare durchbohrten meine Haut.
Auch das Klima hat sich verändert und erinnert mich eher an Thailand oder Laos. Feuchte Luft, jeden Tag Regen und Gewitter und kaum Nachtkühle. Die Sachen trocknen nur schwerlich. Da bin ich froh, dass ich noch etwas Gelt in meine Sachen investiert habe, die trotz der Feuchtigkeit halbwegs trocknen.
In Hrabarovsk werde ich ein paar Tage verweilen, Adressen habe ich genug und kann mal wieder nicht jeden „bedienen“. Auch muss ich mich so langsam aber sicher auf das Ende meiner Reise vorbereiten, denn bis Vladivostok sind es nur noch 700 Kilometer.
Km Stand 13161

Tour-117
Die neue Traumstraße...

Tour-127
...mit nur noch wenigen Baustelle

Tour-119
Pause auf einer Aspaltierungsmaschine

Tour-111
Einer meiner Gastgeber diente in der DDR

Tour-116
Der Tisch ist gedeckt

Tour-112
Die Lenkertasche - mein "Büro"

Tour-113
Ein Blick aus meinem Zelt: es regnet

Tour-114
Dieser kleine Räuber konnte noch nicht fliegen

Tour-115
Andrej aus Finnland war mit dem Motorrad auf dem Heimweg

Tour-120
Mit altbewärter Technik von Brasilien nach Spanien

Tour-121
Der einzige Weg ins Dorf

Tour-118
In der Bäckerei gab es frisches Brot

Tour-122
Auch im fernen Osten stehen viele Birken

Tour-123
Irgenwo zwischen Chita und Hrabarovsk

Tour-124
Mystische Taiga am Morgen

Tour-125
An der Grenze zum Bezirk Amur

Tour-126
Abendbrot im Sraßenbauarbeitercamp

Tour-128
Eines der weinigen Cafes an der Strecke

Tour-133
Mit schwerer Technik werden die Rohre der neuen Pipline transportiert

Tour-129
...Kilometer hinter Chita

Tour-130
Kleiner Straßenverkaufsstand

Tour-132
In Birobidschan gibt es ein jüdisches Zentrum

Tour-131
Boris Kosvincev ist ein bekannter Künstler in Birobidschan

Tour-134
Der große Springbrunnen in Hrabarovsk

Tour-135
In gemütlicher Runde

Montag d. 5. Juli 2010

Kleiner Nachtrag

Kurz nachdem ich meine Homepage am Samstag aktualisiert hatte, wollte ich mich noch etwas in der Stadt umschauen und dann eigentlich weiterradeln. Ein Auto hielt und Sascha lud mich zum Tee ein. Wir fuhren in die Wohnung der Familie. Dort waren noch seine drei Töchter und seine burjatische Frau. Ich bleib über Nacht. Gestern fuhren wir alle zu einem großen See. Das Zelt wurde aufgestellt, das Gummiboot zum angeln aufgepumpt, ein Feuer entfacht und die Schaschlik brutzelten über der Glut. Als Nichtangler fing die meisten Fischer, die gleich an Ost und Stelle zu einer Fischsuppe verarbeitet wurden. Besonders die beiden Zwillinge, Katja und Lisa, hielten mich ganz schön in Schach. Erst nach Mitternacht fiel ich in meinen Schlafsack. Heute werde ich auch noch in Tschita bleiben und einige Texte für die Presse verfassen, ein Packet aufgeben und mich noch etwas entspannen.
Der morgige Tag wir dann sicherlich wieder unter dem Motto stehen: „Die Hunde bellen, doch die Karawane zieht weiter“
Km Stand 10871

Tour-110
Ein großer Topf mit Fischsuppe

Tour-109
Die drei Geschwister

Samstag d. 3. Juli 2010

Acht Stunden

Von Taiga bis Steppe und von kalt bis heiß. Sibirien ist in vielen Dingen sehr abwechslungsreich. Und natürlich war der riesige Baikalsee ein Höhepunkt. Dieses einmalige Stück Natur gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO. Nur zum Baden war das Wetter und auch das Wasser eindeutig zu kalt. Eine Nacht verbrachte ich mit Studenten direkt am Ufer. Es gab Lagerfeuer, Schaschlik und Wodka.
Dann die Hauptstadt Burjatiens, Ulan-Ude, mit ihrem riesigen Leninkopf auf dem zentralen Platz hat mich an der Stelle an Chemnitz in Sachsen erinnert, wo auch heute noch der „Schädel“ zu sehen ist, ein riesiger Kopf von Karl Marx. Hier in der Gegend leben die Burjaten, das sind Mongolen, die durch die Grenze schon seit Jahrhunderten von der Mongolei getrennt sind. Aber den Schamanismus und Buddhismus hat sich das Volk bewahrt.
Es gibt hier einige Klöster, von denen ich Eins besuchte. 35 Kilometer südlich von Ulan-Ude befindet sich das Ivolginski Kloster, ein großer Komplex mit vielen Tempeln. Eine Nacht campierte ich mit dem Zelt direkt davor. Nicht nur das Kloster hat mich an die Mongolei erinnert, sondern auch die Steppenlandschaft, die bis hier vorgedrungen ist.
Einige Motorradfahrer traf ich in den letzten Tagen. Adam aus Israel ist schon seit Jahren auf zwei Achsen unterwegs und kam gerade aus Japan. Im Oktober ist er in Deutschland und hat bereits meine Einladung erhalten.
1998 sah ich auf meiner Weltreise kurz vor Novosibirsk ein Schild: Chita 3221 km. Das war damals unvorstellbar weit. Jetzt sitze ich im Mount Blank Hotel von Chita und schreibe diese Zeilen.
Acht Stunden Zeitverschiebung habe ich in den vergangenen drei Monaten erstrampelt. Auch das ist kaum vorstellbar. In ein paar Tagen werde ich Sibirien verlassen und in den fernen Osten fahren.
Vor mir liegen noch 3000 Kilometer Abenteuer, Wind, Hitze, Berge, Regen, Staub, Dörfer, Begegnungen……
Km Stand 10871

Tour-105
Unser Duo am Baikalsee

Tour-099
Wilde Schönheit am großen See

Tour-100
Ein Blick aus meinem Zelt

Tour-108
Zwei Freundinnen

Tour-098
Auf dem Pass steht eine Stupa (tibet. Buddhismus)

Tour-101
Buddha

Tour-103
Tempel im Ivolginski-Kloster

Tour-102
Burjatische Jurte

Tour-104
Ein Blick nach rechts

Tour-106
10000 Kilometer sind geschafft

Tour-107
Heute wird viel geheiratet in Tschita: Es ist Samstag





Donnerstag d. 24. Juni 2010

Weit im Osten

Gestern hatte ich noch 32 Grad im Schatten. Dann fing es an zu regnen und die Temperaturen purzelten auf 9 Grad. Aber immerhin noch im Plusbereich. Das ist Sibirien. Ich bin nun schon weit nach Osten vorgedrungen und heute morgen im kalten Regen nach Irkutsk reingeradelt. Die letzten Tage an der Strecke waren aber eher geprägt von Hitze und Staub, der besonders konzentriert die Luft über den Pisten und Straßenbaustellen anreicherte, die es vereinzelt gab. Und natürlich habe ich mich bei den entgegenkommenden Reisenden nach der Straßenbeschaffenheit erkundigt, die mich auf den restlichen 4000 km nach Vladivostok erwarten. Es sieht gut aus für unser Duo. Es sollen nur noch 350 Kilometer unbefestigte Straße bis hinter geben. Wenn das stimmt, könnte ich es bequem schaffen und Anfang Mitte August am Endpunkt und somit am Pazifik eintreffen. Aber noch genieße ich die recht schöne Großstadt Irkutsk, trotz des Regens.
Km Stand 9616

Tour-087
Nostalgiezigaretten erinnern an die "gute alte Zeit"

Tour-092
Hier entstehen die Mücken

Tour-094
Schöne Station an der Transibirischen Eisenbahn

Tour-097
Junges russisches Paar auf Motorrädern in Richtung Westen

Tour-095
Kleine ostsibirische Siedlung

Tour-088
Pause vor historischer Kulisse

Tour-091
An der irkutsker Bezirksgrenze

Tour-093
Das viele Grün der Taiga

Tour-096
An diesem Brunnen holte ich bei 34 Grad Celsius mein Wasser...

Tour-089
...der Dauerfrostboden machts möglich: Es war eiskalt

Tour-090
Die Ureinwohner hier heißen Burjaten

Mittwoch d. 16. Juni 2010

Schnittpunkte

Bei schwüler Hitze und Gewitterregen bin ich heute Morgen nach Krasnojarsk hineingeradelt. Die Steppe Kasachstans ist seit vielen Tagen nun schon wieder Geschichte.
Auch in Russland wird man wieder viel eingeladen, oder die Menschen beschenken den Reisenden mit Lebensmitteln. So steckte mir ein begeisterter Mann 1000 Rubel (26€) in die Tasche. Es gab eine Flasche Wodka, Zwiebellauch und eine große Flasche Milch. Und das alles an einem Tag.
Ein persönlicher Höhepunkt war Nowosibirsk. Hier gab es einen Schnittpunkt mit der Route meiner Weltreise. Vor zwölf Jahren verbrachte ich hier eine Nacht in der damals neu gebauten katholischen Kirche.
1998 ging es weiter nach China und Indien. In diesem Jahr bleibe ich bis zum Ende meiner Reise im größten Land unserer Erde.
Gleich hinter Novosibirsk gab es eine Begegnung der anderen Art. Wie eine Fatamorgana tauchte er am linken Straßenrand auf. Peter, ein Jakute, rannte mit einem schweren Anhänger hinter sich in Richtung Osten. Wir unterhielten uns lange. Vor mir stand ein braungebrannter kleiner drahtiger Mann. Auf seiner Nase lag eine große Brille mit dickem Glas. Ich machte ein paar Videoaufnahmen und Fotos. Er ist in Kaliningrad noch im Schneetreiben gestartet, rennt jeden Tag 50 km, und das mit 62 Jahren. Er will 12000 km bis nach Vladivostok in diesem Stil bewältigen. Da kam ich mir mit meinem Luxusreiserad wie der letzte „Warmduscher“ vor. Aber trotzdem trat ich mit Elan weiter und kam in den letzten Tagen, dank des Schiebewindes und perfektem Asphalt gut voran. Ich schleif, wie gehabt, viel in den Dörfern aber es gab auch das eine oder andere Nachtlager im Wald. Da muss sich der Reisende die Luft mit unzähligen Mücken und Stechfliegen teilen. Das ist nicht jedermanns Sache. Aber ich bin nun schon das 6. Mal in Russland und kenne das nicht anders.
Jetzt trennen mich noch 1000 km vom Baikalsee, einer der großen Meilensteine dieser Reise.
Km Stand 8458

Tour-079
Die bisher einzige Reifenpanne hatte ich bei Kilometer 7000

Tour-073
Bei heißem Wetter braucht man einen kühlen Kopf

Tour-084
Die "Ausbeute" eines Tages

Tour-076
So wird der Radfahrer aus dem deutschen Landkreis in Russland verabschiedet

Tour-078
Am Bahnhof von Nowosibirsk verkauft man Quas (alkoholfreies Getränk)

Tour-077
Das nowosibirsker Opernhaus

Tour-081
Viele neue Kirchen entstehen

Tour-080
Gigantische Enfernungen

Tour-086
Peter, der "Forrest Gump" Sibiriens

Tour-075
Zwei "Verrückte"

Tour-085
4000 km von Moskau entfernt

Tour-074
Ein Blick auf die Landkarte

Tour-082
Blühende Sümpfe

Tour-083
Ohne Insektenschutz geht hier gar nichts

Samstag d. 5. Juni 2010

Die letzten Tage in Kasachstan

Noch 120 Kilometer bis zur Grenze nach Russland. Nowosibirsk ist sozusagen schon in greifbarer Nähe. Vorgestern schon habe ich die Gebieteshauptstadt Pavlodar und damit den sibirischen Fluss, Irtysch erreicht. So langsam werden die Mücken immer mehr. Bei Windstille ist es schon fast unerträglich. Ein kleiner Vorgeschmack auf Sibirien.
Auch in dieser Stadt unterhält das Goethe-Institut ein Sprachzentrum für unsere Sprache, wo gestern Abend vor den Studenten ebenfalls einen Vortrag über Afrika gehalten habe.
Einquartiert bin ich bei Ina aus Leipzig, die ebenfalls für ein paar Monate im Sprachzentrum arbeitet. Morgen werden sich voraussichtlich die Räder weiterdrehen, und die Schöne Zeit, die ich in Kasachstan verleben durfte, neigt sich so langsam dem Ende.
Km Stand 6922

Tour-072
Maschchur-Zhusup-Moschee in Pavlodar

Samstag d. 29. Mai 2010

In der neuen Hauptstadt

Seit vier Tagen weile ich nun schon wieder in der Hauptstadt Astana und habe mich etwas eingelebt. Die Stadt ist das volle Kontrastprogramm zur Steppe und zu ländlichen Leben. Astana ist seit 1997 die neue Hauptstadt des Landes. Es gibt hier eine rege Bautätigkeit. Alles sieht wie vom Reisbrett aus. Gestern am späten Nachmittag haben wir mit dem Kamerateam der ARD die Szenen mit meinem Rad gedreht, die in den vierteiligen Dokumentarfilm „Ostwärts“ mit rein sollen. Auch meine Dia-Show über meine Afrikareise gestern im Goethe Institut kann sehr gut an. Die vier Klassen, die sich in den kleinen Konferenzraum drängten, konnten gar nicht fassen wie weit man mit einem Drahtesel kommen kann.
Am Montag werden sich die Räder wahrscheinlich in Richtung Pavlodar weiterdrehen. Dort werde ich bereits erwartet und kann auch noch einmal ein zwei Tage ausspannen, bevor es wieder nach Russland hineingeht.
Km Stand 6392

Tour-070
Die neue Hauptstadt

Tour-071
Beim Dreh vor der Stadt

Mittwoch d. 26. Mai 2010

Durch die Steppe

In den letzten Wochen war ich an der Wolga und in der kasachischen Steppe unterwegs und habe heute die Hauptstadt Kasachstans, Astana, erreicht.
Genau mit den Grenzübertritt nach Russland fing ein kräftiger Ostwind an zu blasen, der mir über 2000 Kilometer treu blieb und in Kasachstan stürmische Ausmaße annahm. Das war für viele Tage eine sehr nervige Angelegenheit. In Wolgograd, dem ehem. Stalingrad, war alles auf den 65.Jahrestages des Sieges über Hitlerdeutschland ausgerichtet. Wenn man bedenkt das die Stadt im Winter 1942 völlig zerstört war, ist Wolgograd heute eine recht moderne und auch schöne Stadt.
Dann zog ich an der "Mutter der russischen Flüsse", der Wolga gen Süden. Der riesige Stron, der sich in einem gigantischen Delta in Kaspische Meer ergießt, führte viel Hochwasser.
Am kaspischen Meer, das unterm Meeresspiegel liegt, bekam ich schon mal einen kleinen Vorgeschmack wie warm es hier in Kasachstan im Sommer werden kann. Bei weit über dreißig Grad kämpfte ich mich gegen den Wind auf der Seidenstraße ostwärts. Die Steppe ist hier im Frühling noch grün aber das Wasser hat hier Seltenheitswert. Ich glaube es waren 14 Tage die unter dem Motto "Hygiene ist Aberglaube" standen. Die Bewohner der Steppe sind ausgesprochen hilfbereit, zurückhaltend und gastfreundlich. Da wird man für die körperlichen Starpazen immer reichlich entlohnt.
Ein Problem hier im Norden des großen Landes ist die große Abwanderung der Menschen.
Fast alle Dörfer wirken wie ausgestorben. Die Wolgadeutschen, die Stalin im 2. Weltkrieg hierher zwangsumgesiedelt hat, hatten hier einen großen Prozentsatz, gerade der Landbevölkerung, ausgemacht. Bis auf wenige Ausnahmen sind sie nach Deutschland zurück.
Viele Menschen sind auch nach Russland oder in die großen Städte verzogen.
Für mich geschah das Wunder dann ein paar hundert Kilometer vor Astana. Nach einer windstillen, dafür aber mückenreichen Nacht, drehte der Wind auf West und schob mich durch die Steppe. Den ersten Tag Rückenwind huldigte ich dann gleich mit einer Tagesetappe non 225 km. An diesem Abend lud mich Fam. Balzer ins Haus ein. Zur Krönung gab es noch vier Durchgänge in der Banja (Sauna). Bei reichlich Wodka und Bier beendten wir den Tag nach 2 Uhr morgens. Am nächsten Tag schaltet ich einen Gang runter.
Übermorgen werde ich mich mit einem Team der ARD in der Stadt treffen. Die Mitarbeiter reisen z.Z. durch Zenral- und Ostasien und drehen einen Dokumentarfilm in dem ich auch eingebaut werden soll.
Km Stand 6297

Tour-063
"Mamajev Kurgan"- die große Gedänkstätte der Schlacht um Stalingrad

Tour-062
Wache an der ewigen Flamme in Wolgograd

Tour-061
Kriegsmuseum in Wolgograd

Tour-060
Zeltplatz im Garten

Tour-059
Noch langsamer unterwegs

Tour-058
Deteil eines Holzhauses an der Wolga

Tour-057
Von Stalin vergessen zu sprengen: eine alte Kirche

Tour-056
Rast an einem Magasin (Lebensmittelgeschäft)

Tour-055
Abendstimmung an der Seidenstraße

Tour-054
Ein islamischer Friedhof wirkt aus der Ferne manchmal wie ein Stadt

Tour-051
Alter Grabstein

Tour-052
Islamische Gastfreundschaft

Tour-053
Motorradreisegesellschaft

Tour-050
Auch in Ksachstan ist man in Feierstimmung zum 65. Jahrestages des Sieges

Tour-049
Grab eines berühmten Imam

Tour-048
Wasser ist in der Steppe oft ein knappes Gut

Tour-047
Einsames Restaurant

Tour-046
Eine Piste bleibt immer eine Herausforderung

Tour-045
Einsames Nachtlager

Tour-044
Die Steppe ist im Frühjahr noch grün...

Tour-069
...und kann auch blühen

Tour-064
Die Murmeltiere sind immer wachsam

Tour-065
Sehr ruhig und gut asphaltiert

Tour-066
Begegnung am Morgen

Tour-067
Bauern in der Abendsonne

Tour-068
Straßenblockade

Freitag d. 30. April 2010

Im Rvier unterwegs

Heute ist mein letzter Tag in der Ukraine und ich will morgen, zum Maifeiertag, die Grenze nach Russland überfahren. Dann kommt der Streifen um Wolgograd an der Wolga zum Kaspischen Meer.
Seit Tagen bin ich nun schon im Kohlerevier des Landes unterwegs. Die Landschaft ist geprägt von der Kohle und ähnelt vielleicht ein wenig dem Ruhrpott vor 50 Jahren. Vergangenen Nacht war ich bei Jura und Vika im Dorf eingeladen. Ich konnte mit meinem Gastgeber in die Zeche und mich mit reichlich warmen Wasser zusammen mit den Kohlekumpels duschen.
Jura war auch unter Tage im 1200 tiefen Schacht und brach das "schwarze Gold", bis er bei einem Grubenunglück vor 19 Jahren zum Invaliden wurde und heute Taxifahrer ist.
Km Satand:2931

Tour-043
Unzählige Schächte gibt es hier im Donets'kbecken

Tour-042
Nach der Schicht

Dienstag d. 27. April 2010

Dones'k

Die Bukowina war wie erwartet sehr schön. Liebliche Hügel und die typischen, sehr aufwändig gefertigtwn Blechverzierungen an Brunnen, Häusern und Zäune, dazu noch die freundlichen Menschen. Aber die sind in der ganzen Ukraine zu finden. In der Moldaurepublik war es dann ein wenig wie Rumänien in den 80ern. Das Land ist im Europamassstab noch weit hinten. Dann stand ich an einer Grenze, die auf meiner Karte gar nicht verzeichnet war. Transdnistrien hieß der schmale Streifen Land, der sich vor Jahren, nach Gefechten mit Moldavien Anfang der 90er Jahre abgespalten hat. Das Land hat sogar eine eigene Währung, ist sehr moskauorientiert, aber als nicht anerkantes Land bei der UNO registriert.
Und schließlich war ich dann wieder in der mir schon sehr vertrauten Ukraine, die zumindest in den größeren Städten sehr im Aufbruch ist.
Vergangenen Freitag erreichte ich die Millionenstadt Saporoshje, wo mich ein junger Mann auf der Straße ansprach. Er lud mich für das Wochenende zu einem Wettkampf ein. Der hiesige Radtouristikclub lud seinen befreundetet Clup aus Dnipropetrovs'k für zwei Tage ein. Es war eine Art Orientirungswettkampf mit anschließendem Geschicklichkeitsparkur. Abends gab es dann Lagerfeuer und kleine Vorträge über Radreisen der Mitglieder. Auch ich war mit zwei Vorträgen dabei. Mir fiel es, wie sooft, sehr schwer mich von den vielen netten Menschen zu verabschieden.
Aber die "Karawane" muss weiterziehen....und hat soeben Donets'k erreicht. Ich bin wie gewohnt zum Rathaus, um einen Stempel der 1,2 Mio Einwohner zählenden Sradt zu ergattern, wurde von der Zeitung empfangen und sitze hier in der Schreibstube der Reporter am Internet.
Km Stand 2739

Tour-025
Hier kann man ukrainisch lernen

Tour-024
Blick in ein Bauernhaus

Tour-030
In der Hauptstadt der Bukovina: Czernowitz

Tour-027
Reich verziert: Brunnenabdeckungen

Tour-016
Erstes Bier in Moldavien

Tour-028
Aber es will doch nur spielen

Tour-032
Auf dem Markt von Balti (Moldavien)

Tour-031
In Transdnistrien entdeckt: Lenin

Tour-023
Noch ein Gruß aus der Dnisterrepublik

Tour-036
Auf Wiedersehen und gute Reise

Tour-035
Das gigantische Wasserkraftwerk am Dnepr in Saporoshje

Tour-034
Saporoshje ist von der Stahlindustrie geprägt

Tour-040
Zu Gast bei Freunden

Tour-037
Heute Mittag erreichte ich Donets'k


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